Japan in einer Woche – geht das? Ja, wenn man es richtig plant. Diese Route führt dich durch die spannendsten Orte des Landes: von der pulsierenden Metropole Tokyo über das mystische Hakone bis hin zu den Tempeln Kyotos, dem Hirschpark in Nara und dem verrückten Straßenleben Osakas. Hier ist dein kompletter 7-Tage-Plan – mit konkreten Tipps, Fahrzeiten und Empfehlungen direkt aus der Praxis.
Tag 1 – Tokyo: Ankommen und eintauchen
Du landest wahrscheinlich am Narita oder Haneda Flughafen. Vom Flughafen in die Stadt dauert es per Zug etwa 30–60 Minuten. Check in deinem Hotel ein, leg den Koffer ab und geh direkt raus. Dein erstes Ziel: Shibuya. Die berühmte Scramble Crossing – die meistbefahrene Fußgängerkreuzung der Welt – solltest du unbedingt am Abend erleben, wenn alle Neonlichter leuchten. Danach gönnst du dir dein erstes japanisches Ramen in einer kleinen Nudelbar in der Nähe. Tipp: Schau nach Läden, vor denen eine Warteschlange steht – das ist immer ein gutes Zeichen.
Tag 2 – Tokyo: Tempel, Tech und Skyline
Heute erkundest du drei sehr unterschiedliche Gesichter Tokyos. Starte morgens in Asakusa, dem ältesten Stadtteil der Stadt. Der Senso-ji-Tempel ist Tokyos bekanntester Tempel und besonders früh morgens noch angenehm ruhig. Schlendere durch die Nakamise-Einkaufsstraße und probiere frische Ningyo-yaki (kleine Waffeln in Tempelform). Weiter geht es nach Akihabara – das Paradies für Technik, Anime und Gaming. Nachmittags empfiehlt sich ein Besuch des Tokyo Skytree, mit 634 Metern der höchste Aussichtsturm Japans. Der Blick über die Stadt bei Sonnenuntergang ist unbezahlbar. Fahrtzeit zwischen den Vierteln: jeweils ca. 15–25 Minuten mit der U-Bahn.
Tag 3 – Hakone: Natur, Onsen und Fuji-Blick
Von Tokyo nach Hakone dauert es mit dem Romancecar (Odakyu-Linie) etwa 85 Minuten – kein JR-Pass nötig, Ticket ca. 2.000 Yen. Hakone ist bekannt für seine heißen Quellen, die sogenannten Onsen. Wenn du noch nie ein Onsen ausprobiert hast – heute ist der Tag. Viele Ryokan (traditionelle japanische Herbergen) bieten Tagesgästen den Zugang zum Bad an. Außerdem empfehlenswert: das Hakone Open-Air-Museum mit moderner Skulpturenkunst inmitten der Natur. Wenn das Wetter mitspielt, hast du von Hakone einen atemberaubenden Blick auf den Fuji. Tipp: Am frühen Morgen ist die Luft am klarsten – perfekt für Fotos.
Tag 4 – Kyoto: Torii-Tore und Geisha-Viertel
Von Hakone zurück nach Tokyo, dann weiter nach Kyoto mit dem Shinkansen – ca. 2 Stunden 15 Minuten, hier lohnt sich der JR-Pass. Kyoto ist die kulturelle Seele Japans. Dein erster Stop: Fushimi Inari, das Heiligtum mit tausenden von orangefarbenen Torii-Toren, die sich einen Berg hinaufschlängeln. Plane mindestens 2 Stunden ein. Abends geht es nach Gion, dem historischen Geisha-Viertel. Die alten Machiya-Holzhäuser, die engen Gassen und die Teehäuser versetzen dich in eine andere Zeit. Glück gehabt, wenn du eine echte Geiko oder Maiko siehst – es passiert öfter als man denkt, besonders in der Dämmerung.
Tag 5 – Kyoto: Bambus, Goldener Tempel und Zen
Heute zwei absolute Highlights Kyotos. Starte früh in Arashiyama und geh durch den berühmten Bambushain – möglichst vor 8 Uhr, bevor die Touristenmassen kommen. Die hohen grünen Halme, die im Wind rauschen, sind ein Erlebnis für alle Sinne. Danach weiter zum Kinkaku-ji, dem Goldenen Pavillon – eines der meistfotografierten Gebäude der Welt. Das Gebäude ist vollständig in Blattgold verkleidet und spiegelt sich im umgebenden Teich. Klingt kitschig, wirkt in echt aber absolut majestätisch. Fahrtzeit zwischen Arashiyama und Kinkaku-ji: ca. 30 Minuten mit dem Bus.
Tag 6 – Nara und Osaka: Rehe und Dotonbori
Heute zwei Städte an einem Tag. Nara liegt nur 45 Minuten von Kyoto entfernt (Kintetsu-Linie). Im Nara-Park laufen hunderte von zahmen Rehen frei herum – sie gelten als heilige Boten der Götter und sind völlig an Menschen gewöhnt. Shika-Senbei (spezielle Reiscracker) kannst du vor Ort kaufen und die Rehe direkt aus der Hand füttern. Danach weiter nach Osaka (ca. 45 Minuten von Nara). Abends erwartet dich Dotonbori – Osakas verrückteste Ausgehmeile mit riesigen Leuchtreklamen, Takoyaki-Ständen und Izakayas. Unbedingt probieren: Okonomiyaki (japanischer Herzhaftkuchen) direkt von der Teppan-Platte.
Tag 7 – Osaka: Burg, Streetfood und Abflug
Dein letzter Tag. Starte mit einem Besuch der Osaka Castle – die mächtige weiß-grüne Burg mitten in der Stadt, umgeben von einem wunderschönen Park. Danach geht es nach Shinsekai, einem alten Vergnügungsviertel mit retro Flair, günstigen Kushikatsu-Ständen (frittierte Spieße) und dem Tsutenkaku-Turm. Je nach Abflugzeit hast du noch Zeit für ein letztes Konbini-Frühstück oder ein Mittagessen in einer der unzähligen Nudelküchen. Vom Osaka Bahnhof zum Kansai-Flughafen dauert es ca. 70 Minuten mit dem Haruka-Express.
Diese Route gibt dir das Beste aus Japan in 7 Tagen – Großstadt, Natur, Kultur, Essen und unvergessliche Erlebnisse. Wer einmal in Japan war, will immer wiederkommen. Versprochen.