Wer durch die Straßen von Akihabara in Tokyo läuft, kommt an den riesigen Gebäuden von GiGO oder Taito Station nicht vorbei. Die japanische Arcade-Kultur ist trotz moderner Konsolen lebendiger denn je. Ein Game Center ist kein dunkler Zocker-Keller, sondern ein heller, lauter und extrem unterhaltsamer Ort für Jung und Alt. In den unteren Stockwerken dominieren die „UFO Catcher“ (Greifarm-Automaten). Hier geht es nicht nur um Glück, sondern um echte Technik. Profis wissen genau, an welcher Stelle sie den Greifer ansetzen müssen, um die exklusiven Anime-Figuren zu befreien. Oft helfen die Mitarbeiter sogar ein bisschen nach, wenn sie sehen, dass man schon viel investiert hat. Ein Stockwerk höher findet man oft die „Purikura“-Automaten. Das sind Fotokabinen, die besonders bei Jugendlichen beliebt sind. Die Fotos werden digital bearbeitet, Augen werden vergrößert und die Haut geglättet – ein schräges Souvenir. Das eigentliche Highlight sind jedoch die Rhythmus-Spiele wie „Taiko no Tatsujin“, bei dem man im Takt zu J-Pop-Songs auf Trommeln schlägt. Es ist faszinierend, den Profis zuzusehen, wie sie mit unglaublicher Geschwindigkeit die schwierigsten Level meistern. Ein Game Center Besuch ist Pflicht für jeden, der die moderne Seite Japans erleben will.