Entspannung pur im Onsen

Onsen bath

Nichts ist japanischer als ein Bad in einer heißen Thermalquelle, dem Onsen. Doch für viele Erstbesucher ist die Vorstellung, nackt mit Fremden zu baden, erst einmal gewöhnungsbedürftig. Keine Panik: Wenn du die Regeln kennst, wird es das entspannendste Erlebnis deiner Reise.

Vorbereitung ist alles

In einen Onsen geht man nicht zum Waschen, sondern zum Einweichen. Bevor du das Becken betrittst, musst du dich gründlich reinigen. Dafür gibt es Waschstationen mit kleinen Hockern. Setz dich hin, schrubb dich ab und spül jede Seifenblase weg. Erst wenn du blitzsauber bist, darfst du ins heilige Wasser.

Die Handtuch-Akrobatik

Du bekommst meist ein großes Handtuch (für die Umkleide) und ein kleines (für den Badebereich). Das kleine Handtuch darf niemals das Wasser berühren! Die Japaner legen es sich beim Baden kunstvoll zusammengefaltet auf den Kopf oder lassen es am Beckenrand liegen.

Das Tattoo-Tabu

Ein schwieriges Thema: In vielen Onsen sind Tattoos aufgrund der historischen Verbindung zur Yakuza (Mafia) noch immer verboten. Hast du kleine Tattoos, kannst du sie oft mit wasserfesten Pflastern überkleben. Bei größeren Motiven solltest du vorab prüfen, ob der Onsen „tattoo-friendly“ ist oder ein privates Bad (Kashikiri) buchen.

Ruhe bewahren

Ein Onsen ist ein Ort der Stille und Kontemplation. Lautes Planschen oder Schwimmen ist tabu. Einfach bis zum Hals einsinken, die Hitze spüren und den Blick (oft in die Natur) genießen. Hinterher nicht direkt abduschen – die Mineralien im Wasser sollen auf der Haut wirken!